
Viele junge Menschen verbinden mit dem Wort Wanderung oft nur eins: uncool. Dabei ist wandern viel mehr als stundenlanges Laufen ohne erkennbares Ziel. Neben den positiven gesundheitlichen Effekten durch die Bewegungen draußen, werden soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und Gruppenzusammenhalt gefördert. Kinder und Jugendliche können bei ihren Streifzügen die Natur ganzheitlich und mit allen Sinnen erleben und dabei Zusammenhänge und auch Abhängigkeiten des Menschen vom Naturraum verstehen.
Die Auswirkungen des heutigen Handelns, wie z.B. den Klimawandel, werden junge Menschen in Zukunft am deutlichsten spüren. Umso wichtiger ist es sie, für Zukunftsthemen schon heute zu sensibilisieren. Es ist wichtig, sie zu befähigen und zu ermutigen, ihre Umwelt und die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten.
Im normalen Kindergartenalltag bleibt den ErzieherInnen oft nur wenig Zeit, um Kinder ausgiebig an Umwelt- und Naturthemen heranzuführen. Selbstverständliche Spielerfahrungen gehen durch die Entfremdung und Verstädterung verloren. Im Durchschnitt verbringen Kinder etwa 4000 Stunden im Kindergarten. Vor diesem Hintergrund entwickelte der Landesverband Rheinland-Pfalz des Naturschutzbundes (NABU) eine Ausbildung, die sich gezielt an SeniorInnen wendet und diese zu sogenannten NaturtrainerInnen ausbildet. Die ausgebildeten SeniorInnen verfügen über die Zeit, um - angelehnt an die Ideenvorschläge der Landeszentrale für Umweltaufklärung - die Umweltbildung in den Kindertagesstätten maßgeblich zu bereichern.
(Copyright: NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen)
Wie ist die Ausbildung aufgebaut?
Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen
Das Bundeskabinett hat am 15.Februar 2012 den Entwurf des Fortschrittsberichts über den weiteren Fortgang der nationalen Nachhaltigkeit beschlossen. Mit diesem Bericht soll die Nachhaltigkeitsstrategie vom April 2002 fortentwickelt und „Nachhaltigkeit als politisches Leitprinzip“ seit dem letzten Fortschrittsbericht 2008 gestärkt werden.

Bei dem von Germanwatch e.V. ausgeschriebenen Posterwettbewerb soll das Thema Klimagerechtigkeit im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit dargestellt werden.
Inhaltlich bieten sich z.B. folgende Themenfelder an:
* Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern;
* Klimaschutz als Beitrag zu globaler Gerechtigkeit;
* Verursacher des Klimawandels und Betroffene;
* Klimaschutz als Zukunftschance für Entwicklungsländer;
* Internationale Klimafinanzierung;
* Internationale Koalitionen für eine ambitionierte Klimapolitik;
* Drei Dimensionen der internationalen Klimagerechtigkeit
Mit den Worten „Übernehmen wir Verantwortung für ‚Nachhaltigkeit‘!“ ruft der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit am 4.Juni 2012 auf. Anlass ist die Ende Juni in Rio de Janeiro stattfindende Weltkonferenz „Rio+20“ für eine nachhaltige Entwicklung. Mit dem 1992 in Rio de Janeiro entwickeltem Konzept „Agenda 21“ schafften 172 Staaten die Nachhaltigkeit zum Leitbild, um die Anliegen des Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenzuführen. Die Bundesregierung will mit dem Aktionstag über ein extra berufenes Beratungsgremium vorbildliche Nachhaltigkeitsinitiativen in das öffentliche Rampenlicht rücken und somit eine Botschaft nach Rio versenden.
Mitte November kamen in Dublin 16 Vertreter aus europäischen Städten zum Projektstart von "TURaS" (Transitioning towards Urban Resilience and Sustainability - Wege zu widerstandsfähigen und nachhaltigen Städten) zusammen. Ziel des Projekts ist angesichts der ökologischen Herausforderung durch Nachhaltigkeit die Anpassungsfähigkeit europäischer Städte und der angrenzenden Gebieten zu stärken. Zusammen mit den Auswirkungen des Klimawandels stellt das beispiellose Städtewachstums die Städte in Europa vor enorme ökologische Herausforderungen. Vom Verlust der städtischen Biodiversität über größeres Hochwasserrisiko bis hin steigendem Konsum vergrößert sich der ökologische Fußabdruck im städtischen Umland.
Um mögliche Antworten auf diese Herausforderungen zu ermitteln, arbeiten Forscher, Kommunen und Wirtschaftsunternehmen aus 16 Städten in 11 verschiedenen europäischen Ländern zusammen, um in den nächsten fünf Jahren neue Übergangsstrategien für den Wandel zu schaffen. Diese sollen den Städten in Europa erlauben, sich anzupassen und nachhaltig zu werden sowie den städtischen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Über verschiedene Projekte mit dem Ziel einer nachhaltiger Entwicklung möchte der Berliner Verein LIFE e.V. Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen ermöglichen.
Zwei der aktuellen Projekte möchten Frauen ansprechen, in ihren Berliner "Kiezen" Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz zu setzen. In dem Projekt "Mehr Wege als Einweg!" engagieren sich Frauen mit Migrationshintergrund zusammen mit lokalen, ethnischen Geschäften für Ressourcenschutz und umweltbewussten Einkauf in ihrem Kiez. Über eine Verringerung des Plastikkonsums beim Einkauf werden die ökologischen Folgen der Plastikverpackung an die KonsumentInnen vermittelt. Die Migrantinnen machen damit deutlich, dass "jeder die Umwelt schützen kann - unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Alter."