Die Bundesregierung hat 2002 eine Nationale Nachhaltigkeitsstrate beschlossen. Die Strategie mit dem Namen „Perspektiven für Deutschland“ bestimmt den Kurs für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Sie enthält konkrete Aufgaben und Ziele, zu denen sich die Bundesregierung bekennt.
Die Umwelt- und Naturschutzverbände DNR, BUND und NABU begleiten den Prozess zur Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Strategie. Vertreter dieser Verbände sind im Rat für Nachhaltigen Entwicklung, der die Bundesregierung berät.
Der Nachhaltigkeits-Check ist ein Angebot der Umweltverbände DNR, BUND und NABU. Wir begleiten kritisch und konstruktiv die Umsetzung der "Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie" der Bundesregierung mit eigenen Projekten. Unsere Schwerpunkte sind ökologische Gerechtigkeit (DNR), zukunftsfähige Kommune (BUND) und Flächenverbrauch reduzieren (NABU).
Im Blog berichten wir über Aktionen von Privatpersonen und Organisationen, die zum Mitmachen und Nachmachen anregen. Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Vorschläge für interessante Aktionen, über die wir berichten können!

Viele junge Menschen verbinden mit dem Wort Wanderung oft nur eins: uncool. Dabei ist wandern viel mehr als stundenlanges Laufen ohne erkennbares Ziel. Neben den positiven gesundheitlichen Effekten durch die Bewegungen draußen, werden soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und Gruppenzusammenhalt gefördert. Kinder und Jugendliche können bei ihren Streifzügen die Natur ganzheitlich und mit allen Sinnen erleben und dabei Zusammenhänge und auch Abhängigkeiten des Menschen vom Naturraum verstehen.
Die Auswirkungen des heutigen Handelns, wie z.B. den Klimawandel, werden junge Menschen in Zukunft am deutlichsten spüren. Umso wichtiger ist es sie, für Zukunftsthemen schon heute zu sensibilisieren. Es ist wichtig, sie zu befähigen und zu ermutigen, ihre Umwelt und die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten.
Fortschrittsbericht 2012 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen
Das Bundeskabinett hat am 15.Februar 2012 den Entwurf des Fortschrittsberichts über den weiteren Fortgang der nationalen Nachhaltigkeit beschlossen. Mit diesem Bericht soll die Nachhaltigkeitsstrategie vom April 2002 fortentwickelt und „Nachhaltigkeit als politisches Leitprinzip“ seit dem letzten Fortschrittsbericht 2008 gestärkt werden.

Bei dem von Germanwatch e.V. ausgeschriebenen Posterwettbewerb soll das Thema Klimagerechtigkeit im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit dargestellt werden.
Inhaltlich bieten sich z.B. folgende Themenfelder an:
* Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Entwicklungsländern;
* Klimaschutz als Beitrag zu globaler Gerechtigkeit;
* Verursacher des Klimawandels und Betroffene;
* Klimaschutz als Zukunftschance für Entwicklungsländer;
* Internationale Klimafinanzierung;
* Internationale Koalitionen für eine ambitionierte Klimapolitik;
* Drei Dimensionen der internationalen Klimagerechtigkeit
Mit den Worten „Übernehmen wir Verantwortung für ‚Nachhaltigkeit‘!“ ruft der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) zum Deutschen Aktionstag Nachhaltigkeit am 4.Juni 2012 auf. Anlass ist die Ende Juni in Rio de Janeiro stattfindende Weltkonferenz „Rio+20“ für eine nachhaltige Entwicklung. Mit dem 1992 in Rio de Janeiro entwickeltem Konzept „Agenda 21“ schafften 172 Staaten die Nachhaltigkeit zum Leitbild, um die Anliegen des Umweltschutzes und der wirtschaftlichen Entwicklung zusammenzuführen. Die Bundesregierung will mit dem Aktionstag über ein extra berufenes Beratungsgremium vorbildliche Nachhaltigkeitsinitiativen in das öffentliche Rampenlicht rücken und somit eine Botschaft nach Rio versenden.
Mitte November kamen in Dublin 16 Vertreter aus europäischen Städten zum Projektstart von "TURaS" (Transitioning towards Urban Resilience and Sustainability - Wege zu widerstandsfähigen und nachhaltigen Städten) zusammen. Ziel des Projekts ist angesichts der ökologischen Herausforderung durch Nachhaltigkeit die Anpassungsfähigkeit europäischer Städte und der angrenzenden Gebieten zu stärken. Zusammen mit den Auswirkungen des Klimawandels stellt das beispiellose Städtewachstums die Städte in Europa vor enorme ökologische Herausforderungen. Vom Verlust der städtischen Biodiversität über größeres Hochwasserrisiko bis hin steigendem Konsum vergrößert sich der ökologische Fußabdruck im städtischen Umland.
Um mögliche Antworten auf diese Herausforderungen zu ermitteln, arbeiten Forscher, Kommunen und Wirtschaftsunternehmen aus 16 Städten in 11 verschiedenen europäischen Ländern zusammen, um in den nächsten fünf Jahren neue Übergangsstrategien für den Wandel zu schaffen. Diese sollen den Städten in Europa erlauben, sich anzupassen und nachhaltig zu werden sowie den städtischen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
Bis Freitag, den 30.September, kann an dem von der Bundesregierung initiierten „Dialog Nachhaltigkeit“ teilgenommen werden.
Diese Phase stellt die letzte Möglichkeit dar, zu dem Entwurf des Fortschrittsberichts 2012 und somit an der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung beizutragen. In diesem Zweiten Teil des Bürgerdialogs können Schwerpunkte für die Überarbeitung des Fortschrittsberichts markiert werden, indem Sie die eingegangenen Stellungnahmen bewerten.
Weitere Informationen unter:
www.dialog-nachhaltigkeit.de/
Teilnehmen unter:
www.dialog-nachhaltigkeit.de/forum/category/showAll.page
Interkulturelle Gärten sind Gartenprojekte, die in Deutschland sich oft in größeren Städten, wie z.B. Berlin, München, Bremen befinden. Über das Konzept der Erhaltung und Nutzung der Kulturpflanzenvielfalt wird ein sozialer Kontakt zwischen den oft aus unterschiedlichen Kulturen, sowie aus allen sozialen Schichten stammenden Menschen, untereinander gefördert.
Das Besondere an den Interkulturellen Gärten ist, dass die Menschen sich selbst als produktiv erfahren und anderen auf Augenhöhe begegnen. Die Umsetzung der Interkulturellen Gärten in Deutschland könnte vielfälftiger nicht sein. Die GärtnerInnen tauschen nicht nur Saatgut und Rezepte untereinander aus oder Bearbeiten die Böden. Sie sorgen für Artenvielfalt, ein besseres Mikroklima im Quartier und sensibilisieren für weitere Umweltthemen.