Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Die Bundesregierung hat 2002 eine Nationale Nachhaltigkeitsstrate beschlossen. Die Strategie mit dem Namen „Perspektiven für Deutschland“ bestimmt den Kurs für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Sie enthält konkrete Aufgaben und Ziele, zu denen sich die Bundesregierung bekennt.

Die Umwelt- und Naturschutzverbände DNR, BUND und NABU begleiten den Prozess zur Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Strategie. Vertreter dieser Verbände sind im Rat für Nachhaltigen Entwicklung, der die Bundesregierung berät.

Dialog Nachhaltigkeit

Auch die Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, sich am Nachhaltigkeits-Dialog zu beteiligen: Wie kann die nachhaltige Entwicklung weiter vorangebracht werden, also Wirtschaft, Soziales und Umweltschutz in Einklang gebracht werden? Wo stehen wir bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie?

Das Kernstück der Nachhaltigkeitsstrategie bilden Indikatoren aus 21 Themenbereichen in den Bereichen Generationengerechtigkeit, Lebensqualität, Sozialer Zusammenhalt und Internationale Verantwortung. Bereits im Herbst 2003 haben die Umweltverbände die Politik der damaligen Rot-Grünen Regierung darauf hin überprüft, ob sie den festgelegten Zielen beispielsweise im Klimaschutz, beim Ausbau des ökologischen Landbaus und zum Erhalt der Biodiversität gerecht wird. Die Stellungnahmen zu elf umweltrelevanten Zielen finden Sie im Archiv.

Die Bundesregierung hat sich selber dazu verpflichtet, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele in regelmäßigen Abständen zu bilanzieren und ihre Strategie weiter zu entwickeln. Dieser Verpflichtung ist sie mit zwei Fortschrittsbericht (2004 und 2008), einem internationalen Peer Review 2009, drei Indikatorenberichten des Statistischen Bundesamtes (2006, 2008 und 2010) und weiteren Berichten nachgekommen. Die Umweltverbände waren in Beratungsprozesse involviert, haben an Konsultationsgesprächen teilgenommen und schriftliche Stellungnahmen eingereicht. 

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung berät die Bundesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit. Der Rat hat 15 Mitglieder, von denen drei aus Umweltverbänden kommen. Die Aufgaben des Rates sind die Entwicklung von Beiträgen für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, die Benennung von konkreten Handlungsfeldern und Projekten sowie Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

Hubert Weinzierl

Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR)
Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
seit 2001 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Hubert WeinzierlHubert Weinzierl wurde 1935 in Ingolstadt geboren und ist studierter Diplom-Forstwirt. Seit seiner Jugend ist er in der Naturschutzbewegung aktiv und seit 1964 im Präsidium des Deutschen Naturschutzringes (DNR). Von 1969 bis 2002 war Weinzierl Vorsitzender des Bundes Naturschutz in Bayern (BN) und von 1983 bis 1988 Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Seit Dezember 2000 ist er Präsident des DNR sowie seit März 2005 Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Weinzierl hat an allen bedeutenden Nachhaltigkeitskonferenzen teilgenommen: 1972 an der Umweltschutzkonferenz in Stockholm, 1992 am Erdgipfel in Rio de Janeiro und 2002 am Nachhaltigkeitsgipfel in Johannesburg.

 

Foto: © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Prof. Dr. Angelika Zahrnt

Ehrenvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
seit 2001 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Prof. Dr. Angelika ZahrntProf. Dr. Angelika Zahrnt wurde 1944 geboren und ist promivierte Volkswirtin und Systemanalytikerin. Sie engagiert sich seit mehr als 30 Jahren in der Umwelt- und in der Frauenbewegung und in der Kommunalpolitik. Ab 1990 war Zahrnt stellvertretende Vorsitzende, von 1998 bis 2007 Vorsitzende und seit 2008 Ehrenvorsitzende des BUND. Ihre Mandate und ihr ehrenamtliches Engagement umfassen zudem: Mitglied im Strategiebeirat sozial-ökologische Forschung des BMBF, im Anlageausschuss des Umweltfonds Ökovision und im wissenschaftlichen Beirat der Rating-Agentur oekom research. Für ihr Engagement wurde sie 2006 mit dem Bundesverdienstkreuz, 2009 mit dem Deutschen Umweltpreis und 2009 mit dem Ehrentitel Professorin ausgezeichnet.

Foto: Uli Staiger/die lichtgestalten, © Rat für Nachhaltige Entwicklung

Olaf Tschimpke

Präsident des Naturschutzbund Deutschland (NABU)
seit 2010 Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung

Olaf TschimpkeOlaf Tschimpke wurde 1955 in Peine geboren. Er hat in Gießen verschiedene Naturwissenschaften und an der FU Hagen Wirtschaftswissenschaften studiert. Vor seiner Tätigkeit beim NABU forschte er über Umweltprobleme in Sri Lanka und Tansania und war von 1995 – 2001 nebenberuflich als Lehrbeauftragter für das Fachgebiet Umweltpolitik an der FH Hildesheim-Holzminden tätig. 1976 trat er in den DBV (später NABU) und wurde 2003 zum Präsidenten des NABU gewählt. Tschimpke ist Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung Naturschutzgeschichte, Mitglied in den Kuratorien der Michael-Otto-Stiftung und der Hanns R. Neumann Stiftung, sowie Mitglied im Aufsichtsrat des Wuppertal Institutes und im ZDF-Fernsehrat.

Foto: © Rat für Nachhaltige Entwicklung