Angesichts der vollen Lehrpläne des achtjährigen Gymnasiums in Bayern verbringen die SchülerInnen dort mehr Zeit als früher. Zudem gibt es einen Trend zu Ganztagesschulen. Fand früher viel Jugendarbeit in Umweltverbänden am Nachmittag statt, ist dies heute immer schwieriger, da die SchülerInnen häufig ihren gesamten Tag in der Schule verbringen. Dieses Problem hat auch der Landesverband Bayern der Jugend des Deutschen Alpenvereins (kurz: JDAV) erkannt und sich gedacht: Wieso SchülerInnen direkt in der Schule einbinden und während der Schule Veranstaltungen anbieten?

Viele junge Menschen verbinden mit dem Wort Wanderung oft nur eins: uncool. Dabei ist wandern viel mehr als stundenlanges Laufen ohne erkennbares Ziel. Neben den positiven gesundheitlichen Effekten durch die Bewegungen draußen, werden soziale Kompetenz, Persönlichkeitsentwicklung und Gruppenzusammenhalt gefördert. Kinder und Jugendliche können bei ihren Streifzügen die Natur ganzheitlich und mit allen Sinnen erleben und dabei Zusammenhänge und auch Abhängigkeiten des Menschen vom Naturraum verstehen.
Die Auswirkungen des heutigen Handelns, wie z.B. den Klimawandel, werden junge Menschen in Zukunft am deutlichsten spüren. Umso wichtiger ist es sie, für Zukunftsthemen schon heute zu sensibilisieren. Es ist wichtig, sie zu befähigen und zu ermutigen, ihre Umwelt und die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten.